Direkt zum Inhalt

Verhaltensführung

Verhaltensführung

Kindgerechte Verhaltensführung-zahnärztliche Kinder-Hypnose

Um Kinder optimal zur Mitarbeit zu motivieren und von der Behandlung abzulenken, bedienen wir uns verschiedener Techniken der Verhaltensführung und der Kinderhypnose.

Dabei hilft uns die Tatsache, dass es Kindern im Alter von 3-6 Jahren erstaunlich schnell gelingt, sich in eine Phantasiewelt hinein zu versetzen. So können handlungsbegleitende, kindgerechte Geschichten oder auch lustige Kinderfilme, die kleine Patienten vom Behandlungsablauf ablenken und das Schmerzempfinden reduzieren. Darüber hinaus vermittelt anhaltender Körperkontakt ein Gefühl von Ruhe, Sicherheit und Geborgenheit.

"Große Fürsorge für kleine Patienten" bedeutet für uns:

  • angenehme Behandlungsatmosphäre
  • „Ablenkung" von der Behandlung
  • Verwendung positiver Begriffe
  • Lob zur Verstärkung des Behandlungserfolges
  • Viele Erwachsene führen ihre eigene Angst vor dem Zahnarzt auf negative Kindheitserlebnisse zurück. Durch eine spezielle, kindgerechte Behandlung und etwas Phantasie ist es möglich, ein Vertrauensverhältnis zu schaffen und gezielt Angst abzubauen.

    Hypnose in der Kinderzahnheilkunde

    Ausführliche Informationen für Interessierte:

    Wer kennt nicht die Situationen, in denen Kleinkinder so in ihr Spiel vertieft sind, dass man nach mehrmaligem Rufen trotzdem keine Antwort bekommt? Genau diese Fähigkeit des Menschen nutzt die moderne Hypnose, um Patienten gezielt von bestimmten Situationen "abzulenken". Der Blick des Patienten wird sozusagen nach innen gelenkt. Dadurch verlieren Dinge und Einflüsse, welchen man im normalen Bewusstseinszustand zu große Wichtigkeit zukommen lässt, an Bedeutung. Wir nutzen bei der zahnärztlichen Hypnose diese Fähigkeit der „Alltagstrance" für die Behandlung von Kindern.

    Unser Anliegen ist, den Zahnarztbesuch und die zahnärztliche Behandlung für Ihr Kind angenehm zu gestalten und zu einer positiven Erfahrung werden zu lassen.

    Um Kinder von der Zahnbehandlung abzulenken und in Trance zu halten, bedienen wir uns verschiedener Techniken:

  •  Wir verwenden für alle unsere Instrumente und Handlungen nur positive Begriffe. Bohren, reißen etc. sind schon von vorne herein mit Angst besetzt. Wir putzen und streicheln Zähne, machen sie sauber, das ist neutral oder positiv. Ganz wesentlich ist dabei, dass diese Sprache nicht nur gesprochen wird im Sinne einer Übersetzung, sondern auch gedacht wird.
  • Wir erklären jeden Schritt der Behandlung im Vorhinein unter Verwendung oben genannter Formulierungen. Während der gesamten Behandlung gehen wir nur soweit, wie es das Kind zulässt.
  • Unser Ziel ist es, dass die Kinder keine Schmerzen bei der Behandlung haben und so wenig wie möglich von der Behandlung mitbekommen.
  • Wir erzählen Geschichten, mit denen wir die Kinder von der Zahnbehandlung fortführen. Wenn unsere Sprache und die Erzählung manchmal etwas konfus klingen, so geschieht dies mit voller Absicht. Die sogenannte Konfusionstechnik (Verwirrungstechnik) ist eine der wirksamsten Methoden, um Ihr Kind in Trance zu halten.
  •  Schlussendlich berühren wir Ihr Kind während der gesamten Behandlung. Kinder brauchen während der Behandlung andauernd Körperkontakt (Halten und Beschützen). Dieses Halten geschieht liebevoll. Wir arbeiten gerade bei Kindern sehr viel mit Berührungstechniken und geben damit dem Kind ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit. Das Halten des Kopfes, des Bauches dient dem Schutz und der Abgrenzung. Darüber hinaus lösen manche Griffe Trance aus und vertiefen sie.
  • Vor der Behandlung:

  • Vermeiden Sie Verneinungen. Wenn Sie Ihrem Kind sagen „Das tut nicht weh", versteht Ihr Kind aber „Es tut weh". „Fürchte Dich nicht" -> „Fürchte Dich"; „Bitte denken Sie jetzt nicht an die lila Kuh!" An was denken Sie? Das Unterbewusstsein kennt keine Verneinungen!
  • Streichen Sie Belohnungsgeschenke. Der Stress beim Zahnarzt ist schon groß genug. Wenn sich Ihr Kind noch etwas verdienen muss oder soll, gerät es nur zusätzlich unter Druck.
  • Sie als Eltern sollten sich selbst nur positiv über Zahnarzterfahrungen äußern.
  • Selbstverständlich ist Ihre Anwesenheit im Behandlungszimmer willkommen. Verhalten Sie sich bitte ruhig und überlassen uns die Führung Ihres Kindes. Nach der Behandlung beantworten wie gerne Ihre Fragen.

    Spezielle Situationen

    Es gibt immer wieder Situationen während der Behandlung, bei denen Ihr Kind etwas spürt. Wir umschreiben dieses Spüren ganz bewusst mit "Kitzeln" oder "Zwicken" und nicht mit "Schmerz". Bitte übernehmen Sie unsere Bezeichnungen, um Ihr Kind nicht nach der Behandlung, wenn es sich bereits wieder gut fühlt, etwa mit der Frage "Hat es weh getan?" an ein ungutes Gefühl zu erinnern. Entscheidend für eine gute Erfahrung beim Zahnarzt ist nicht die Behandlung, sondern das Gefühl und die Erinnerung, mit der das Kind den Stuhl und unsere Praxis verlässt.

    Daher verwenden wir nach der eigentlichen Zahnbehandlung auch einige Zeit dazu, um Ihr Kind in einen noch positiveren und noch besseren Zustand zu bringen. Wir fragen Ihr Kind, wie es sich jetzt fühlt und nicht, wie die Zahnbehandlung war. Damit helfen wir Ihrem Kind, positive Erfahrungen beim Zahnarzt zu sammeln. Verstärken Sie diesen Eindruck, indem Sie Ihr Kind loben, wie toll es alles gemacht hat!

    Für Eltern ist es oft sehr schwer möglich, die Trancetiefe bzw. den Grad der Hypnose zu beurteilen. Kinder können z. B. mit offenen Augen in eine tiefe Trance gehen. Halten Sie sich bitte vor Augen, dass unser Ziel die Sanierung der Zähne verbunden mit einem positiven Eindruck des Behandlungsablaufes ist. Beurteilen Sie bitte unsere Hypnoseleistung am Behandlungsergebnis, und dem positiven Eindruck, den wir bei Ihrem Kind hinterlassen haben.

    Zahnarzt Aachen DOCTORES Kaul

    Unsere FAQ

    Zahnarzt Aachen (FAQ)

    Ab welchem Alter sollte mit dem Zähneputzen begonnen werden?

    Sobald die ersten Zähne da sind, müssen diese auch gepflegt werden. Und das sind natürlich die Milchzähne. Diese sind bereits genauso stark gefährdet an Karies zu erkranken wie bleibende Zähne und das liegt vor allem daran, dass wir auch als Kleinkinder bereits Zucker zu uns nehmen. Typische Beispiele dafür sind: Muttermilch, denn diese erhält ihre Süße durch Milchzucker, der den Kariesbakterien genauso gut schmeckt wie Ihrem Kind. Kinderbrei, denn der wird mit Fruchtzucker gesüßt und klebt noch lange an den Zähnen, wenn diese nicht beizeiten geputzt werden. Fruchtsäfte, denn diese enthalten Fruchtzucker, der die Zähne genauso schädigt wie Industriezucker. Dies gilt natürlich auch für verdünnte Säfte wie Fruchtsaftschorle und ähnliches. Ein weiterer Punkt sind die im Saft enthaltenen Fruchtsäuren, die ebenfalls den Zahnschmelz Ihres Kindes angreifen. Kinderprodukte, diese sind oft besonders gefährlich für Zähne, da sie so gut wie immer zusätzlich gesüßt werden. Ob Kindernaschkram oder Kinderjoghurts spielt dabei keine Rolle. Wer erinnert sich nicht an seine eigene „Süße Kindheit"? Außerdem gilt: Wenn Schokolade schon sein muss, dann besser alles auf einmal, als über den ganzen Tag verteilt. Das Kariesrisiko ist dadurch weniger groß, als wenn Ihr Kind sich alle paar Stunden einen Schokoriegel in den Mund schiebt. Je früher Sie Ihre Kinder an das Zähneputzen gewöhnen, desto selbstverständlicher werden sie es auch in Zukunft akzeptieren. Dazu benötigen Sie eine weiche Kinderzahnbürste und einen kleinen Klacks Kinderzahnpasta (etwa erbsengroß). Auch wenn Ihr Kind die Zahnpasta beim Putzen verschluckt, ist dies nicht schlimm. In solch geringen Mengen ist sie wirklich unbedenklich und führt dem Körper dabei auch noch wertvolles Fluorid zu, das den Zahnschmelz härtet.

    Mein Kind will aber nicht Zähneputzen!

    Egal, solange Sie noch am längeren Hebel sitzen, können Sie auch etwas für Ihr Kind bewirken. Zähneputzen muss für Ihr Kind so selbstverständlich werden, wie das Ein- und Ausatmen. Schnallen Sie Ihre Kind bei einer Autofahrt auch nicht an, wenn es dies nicht will? Um Ihr Kind dahingehend zu motivieren, gibt es glücklicherweise eine ganze Reihe von Maßnahmen. Zollen Sie dem ersten Zahn Ihres Kindes die notwendige Aufmerksamkeit und Wertschätzung, dann wird Ihr Kind dies übernehmen und seine Zähne ebenfalls wertschätzen. Nutzen Sie das Nachahmungsbedürfnis Ihres Kindes, indem Sie mit gutem Beispiel vorangehen. Gönnen Sie Ihrem Kind einen eigenen Zahnputzspiegel, der „höchst wichtig" in Augenhöhe Ihres Kindes hängt. Ausnahmen vom Zähneputzen sind tabu. Dann verinnerlicht Ihr Kind schon bald, dass es keine Ausnahmen gibt. Achten Sie vor allem darauf, dass die Kinderzahnbürste weich genug und die Zahnpasta nicht zu scharf ist. Mit einer schmerzhaft harten Zahnbürste und einer Zahncreme, die auf der Zunge brennt, werden Sie es schwer haben, Ihr Kind zu überzeugen. Wussten Sie, dass es blinkende Kinderzahnbürsten gibt und Musik-CDs mit lustigen Zahnputzliedern? Je mehr Action Sie Ihrem Kind beim Zähneputzen bieten, desto besser! Dann freut sich Ihr Kind bereits nach kurzer Zeit auf das tägliche Ritual. Erheben Sie das Zähneputzen zum Gourmet- Genuss, indem Sie immer mal eine neue, leckere Kinderzahncreme ausprobieren. Und lassen Sie nicht nach, die tollen, strahlend weisen Zähne Ihres Kindes nach jedem Putzen angemessen zu bewundern.

    Wie oft und wie lange sollen Zähne gereinigt werden?

    Idealerweise nach jeder Mahlzeit, auch wenn dies nicht immer einfach umzusetzen ist. Wichtig ist dabei vor allem, dass Ihr Kind seine Zähne wenigstens einmal am Tag besonders gründlich reinigt. Das ist allemal besser als fünf schlampige Reinigungsgänge am Tag. Als Faustregel gilt hier: einmal täglich extra gründlich (abends) und einmal täglich husch-husch Die ersten Milchfrontzähne benötigen noch nicht allzu viel Zeit, da sie eine vergleichsweise glatte, gut zu reinigende Oberfläche besitzen. Hier genügt es, ein bis zweimal täglich eine Minute zu reinigen. Sobald sich jedoch der erste Backenzahn seinen Weg gebahnt hat, sind mindesten zwei Reinigungsgänge täglich notwendig, da in den Kaugruben (Fissuren) auf den Kauflächen der Backenzähne leicht Nahrungsreste kleben bleiben, die das Kariesrisiko für Ihr Kind erheblich vergrößern. Das Milchgebiss Ihres Kindes ist vollständig, wenn alle zwanzig Milchzähne das Licht der Welt erblickt haben. Ab diesem Zeitpunkt ist zweimaliges tägliches Reinigen Pflicht, und zwar mindestens zwei Minuten pro Putzgang.

    Ab wann kann sich mein Kind ganz alleine die Zähne putzen?

    Der Gradmesser hierfür ist die Fähigkeit Ihres Kindes, schön zu schreiben. Erst wenn die Hand Ihres Kindes dazu in der Lage ist, auch feinste Bewegungen kontrolliert und koordiniert auszuführen, ist seine Motorik weit genug entwickelt, um alle Zähne wirklich sauber zu reinigen. Für Sie heißt das: Bis die Schrift Ihres Kindes rund und schön ist, bleibt der Job an Ihnen hängen. Solange müssen Sie wohl die Hauptputzarbeit übernehmen oder wenigstens nochmal nachreinigen. In der Regel ist Ihr Kind mit acht bis neun Jahren alt genug, um das Zähneputzen dann ganz alleine zu übernehmen.

    Weitere FAQ Themen?

    Für weitere FAQ Themen hier geht's weiter >>> Weitere FAQ Themen?